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greenCONTI

- Typ
- Interdisziplinäre Fabrikplanung
- Hochschule
- RWTH Aachen
- Ort
- Hamburg, Beiersdorf-Gelände
- Jahr
- 2021
- Team
- Architekturteil in Gruppenarbeit zu zweit. Interdisziplinäres Team aus Studierenden der Fachrichtungen Architektur, Energietechnik, Bauingenieurwesen und Produktionstechnik.
- Nutzung
- Produktion, Entwicklung, Kollaborations- und Arbeitsbereiche, Verkehrsleitzentrale
Ein grünes Technologiezentrum für die Beiersdorf AG in Hamburg: eine vertikale Produktionshalle, Arbeitsbereiche und ein Atrium unter einer Hülle aus Holz und Glas, getragen von einem weitgespannten Holzträgerrost.
Als einer der führenden Konzerne im Bereich Hautpflege und Kosmetik steht die Beiersdorf AG in einem internationalen Konkurrenzmarkt unter stetigem Innovations- und Wachstumsdruck. Um global zu überzeugen, möchte die Beiersdorf AG mit dem Bau eines neuen, grünen Technologiezentrums im Heimatstandort Hamburg ein Zeichen setzen, wie Nachhaltigkeit in modernen Industriegebäuden gelingt. Hierzu entsteht im Rahmen der Lehrveranstaltung der RWTH Aachen „Interdisziplinäre Fabrikplanung“ anhand der Gruppenarbeit von jeweils zwei Personen aus den Fachbereichen der Energietechnik, des Bauingenieurswesens, der Produktionstechnik und der Architektur das „Green Center of Natural Technology Innovation“, kurz „greenCONTI“.
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Der Entwurf soll als ein Leuchtturm für Kooperation und Innovation energieeffizient und ressourcenschonend auf die Anforderungen einer immer komplexer werdenden Welt reagieren können. Nachhaltigkeit bedeutet in diesem Sinne auch, dass das Gebäude langfristig wandlungs- und anpassungsfähig bleibt.
Die markante Schräge der äußeren Form greift die Flucht der Troplowitzstraße auf, so dass der Besucher in das Beiersdorf-Gebiet geleitet wird. Das „greenCONTI“ bildet somit den repräsentativen Eingang und rundet auf der östlichen Seite mit dem Fortführen der Gebäudekante der hinteren Bebauung den städtebaulichen Kontext ab. Des Weiteren verspringt die Höhe des Baus nach Osten hin, um eine Verschattung der benachbarten Wohnbebauung zu verhindern.
Von der Konzeption lässt sich der Entwurf in vier Teile unterteilen. In der Mitte befindet sich der Multi-Purpose Shop Floor. Dieser ist als vertikale Produktionshalle auf drei Etagen ausgebildet. Gegenüberliegend sind die Collaborative und Working Areas über dem Foyer angesiedelt. Durch die Verglasungen und den Lichthof zwischen den Bereichen wird einerseits eine räumliche Trennung ermöglicht, andererseits Sichtbeziehungen untereinander geschaffen. Das Foyer im Erdgeschoss wird großzügig über die Höhe von zwei Etagen ausgestaltet, so dass es den Besucher zum Eintritt einlädt. Von hier führt der Weg ins Atrium. Dieses bildet den Haupterschließungspunkt. Es macht den Bau erlebbar und ermöglicht eine natürliche Lichtzufuhr im Inneren.
Der dritte östliche Teil beherbergt in den oberen Etagen die Cross-Functional-Area, sowie im Erdgeschoss mit einem separierten Zugang von außen die Verkehrsleitzentrale. Dieser wird durch eine Lichtfuge vom Multi-Purpose Shop-Floor getrennt. Durch Schiebewände sind die oberen Etagen flexibel aufteilbar, so dass auf verschiedene Situationen, wie Seminare oder Workshops, eingegangen werden kann.
Der letzte Gebäudeabschnitt definiert die Ex-Development und die Biological Area. Diese sind weitestgehend vom restlichen Gebäude separiert und räumlich durch die Anlieferung von der Produktionshalle getrennt. Nur eine Brücke zwischen Multi-Purpose Shop Floor und der Ex-Development Area verbindet die zwei Bereiche. Die Anlieferung wurde in den Bau verlegt, um eine Entlastung der Nebenstraße, eine zentrale Produktentnahme und -aufnahme, sowie einen effizienten Materialfluss im Gebäude zu ermöglichen.
Die Außenhülle des Gebäudes besteht im Norden und Süden aus einer Pfosten-Riegel-Fassade mit einer tragenden Holzstruktur. Der linke und rechte Gebäudeabschnitt wird mit einer hinterlüfteten Holzfassade umrahmt. Diese werden als Fertigteile an den Bodenplatten der Geschosse befestigt, um einen eventuellen späteren Rückbau problemlos zu gewährleisten.
Ein weiterer wesentlicher Entwurfsaspekt bezieht sich auf die Tragstruktur. Vor dem Hintergrund der nachhaltigen Ausrichtung des Gesamtkonzeptes wurde Holz verwendet. Durch ein weitgespanntes Holzträgerrost-System konnten die geforderten großen Nutzlasten realisiert werden.






